Musik zur Trittfrequenz: Double-Time-Trick

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Die kurze Antwort

Bei 90 U/min legt ein Song mit 90 BPM einen Beat auf jede volle Kurbelumdrehung, ein Song mit 180 BPM einen Beat auf jeden Tritt — beide passen also. Auf dem Rad fährt sich der schnellere meist besser: Zwischen 170 und 190 BPM liegen Drum & Bass, Punk und schneller Rock, zwischen 85 und 100 BPM Hip-Hop, R&B und Reggaeton.

Das ist schon der ganze Trick. Der Rest erklärt, warum er auf dem Rad funktioniert und beim Laufen nicht.

Umdrehungen statt Schritte

Die Trittfrequenz wird in Umdrehungen pro Minute gemessen (U/min; auf vielen Sensoren steht rpm). Eine Umdrehung ist eine volle Drehung der Kurbel: Das linke Bein drückt nach unten, dann das rechte, und du bist wieder am Ausgangspunkt. Bei 90 U/min sind das 90 linke und 90 rechte Abwärtstritte pro Minute, zusammen 180 Tritte.

Diese Verdopplung ist der Unterschied zum Laufen. Die Schrittfrequenz eines Läufers zählt in Schritten pro Minute schon jeden einzelnen Fuß; etwas Kleineres als einen Schritt, auf das ein Beat fallen könnte, gibt es nicht. Die Trittfrequenz eines Radfahrers zählt Paare von Tritten, ein Beat hat also zwei natürliche Plätze: einmal pro Umdrehung oder einmal pro Tritt.

Exakt, Double-Time, Half-Time

Tempomat (BPM Companion) kennzeichnet jeden Treffer nach dem Verhältnis zwischen dem Tempo des Songs und der Kadenz, die du eingestellt hast.

Ein exakter Treffer bei 90 U/min ist ein Song um 90 BPM: ein Beat pro Kurbelumdrehung. Der Beat fällt jedes Mal auf dasselbe Bein, etwa auf jeden linken Tritt. Das fühlt sich entspannt an und passt zu einer gleichmäßigen Grundlagenfahrt.

Ein Double-Time-Treffer ist ein Song um 180 BPM: ein Beat pro Tritt, abwechselnd links, rechts, links, rechts. Beim Laufen mit 180 Schritten pro Minute hieße Double-Time 360 BPM, und so schnell ist kein Song. Auf dem Rad ist es einfach ein Beat pro Tritt — und in diesem Bereich liegt eine Menge schneller, treibender Musik.

Ein Half-Time-Treffer wäre ein Song um 45 BPM: ein Beat alle zwei Umdrehungen. So langsam ist fast nichts geschrieben. Bei Trittfrequenzen liefert Half-Time deshalb kaum Treffer, und die wenigen fühlen sich eher wie ein langsamer Puls an als wie ein Rhythmus, zu dem man treten kann.

Beim Laufen ist das Bild gespiegelt. Bei 180 Schritten pro Minute ist der exakte Treffer 180 BPM, der Half-Time-Treffer ein Groove mit 90 BPM und einem Beat auf jedem zweiten Schritt, und Double-Time ist außer Reichweite. Beide Sportarten nutzen dieselbe Regel, nur von der jeweils anderen Seite. Fürs Laufen steht das in Schrittfrequenz und Song-BPM.

Die Zahlen bei 90 U/min

Standardmäßig nimmt die App einen Song, wenn sein Tempo höchstens ±5 % vom Ideal abweicht. Bei 90 U/min heißt das: exakte Treffer von 85,5 bis 94,5 BPM und Double-Time-Treffer von 171 bis 189 BPM.

TrittfrequenzExakt (ein Beat pro Kurbelumdrehung)Double-Time (ein Beat pro Tritt)
80 U/min76–84 BPM152–168 BPM
90 U/min85,5–94,5 BPM171–189 BPM
100 U/min95–105 BPM190–210 BPM

Zur Zeile für 90 U/min gibt es eine eigene Seite (englisch), und für die übrigen Trittfrequenzen (englisch) ebenso. Die Toleranz lässt sich ändern; ±5 % ist nur der Ausgangswert.

Wo Trittfrequenzen wirklich liegen

Die meisten Fahrer treten auf flacher Straße mit 80–100 U/min, trainierte Fahrer pendeln sich oft bei 90–100 ein. Am Berg oder mit dickem Gang fällt das auf 60–75 U/min. Wenn du deine Trittfrequenz von einem Sensor oder Radcomputer kennst, nimm diese Zahl. Wenn nicht, sind 90 U/min ein vernünftiger Ausgangspunkt fürs Flache und 70 U/min für eine Bergeinheit.

Du musst nicht die ganze Fahrt bei einer Trittfrequenz bleiben. Drehst du am Tempo-Regler, ändert sich die Warteschlange: Songs, die nicht mehr passen, fallen heraus, und Songs, die jetzt passen, kommen dazu.

Rollentrainer und Spinning-Kurse

Drinnen ist der Trick am nützlichsten, denn dort gibt es keinen Wind und kein Gelände, nur den Beat. Viele Spinning-Kurse fahren zu Musik mit 120–140 BPM. Mit den Tempoverhältnissen der App ergibt sich Folgendes: Ein Titel mit 130 BPM passt zu 65 U/min als Double-Time-Treffer, ein Beat pro Tritt, und zu 130 U/min als exakter Treffer, ein Beat pro Umdrehung. In einem Kurs trifft meist der erste Fall zu. Eine Bergfahrt im Sitzen oder ein Intervall mit hohem Widerstand bei 60–70 U/min fährt sich gut zu House und Techno mit einem Beat pro Tritt, während 130 U/min eine Sprintfrequenz ist, die man Sekunden hält, nicht Minuten.

Welche Genres in welchem BPM-Bereich liegen

Exakt bei 90 U/min: Hip-Hop und R&B liegen meist bei 85–100 BPM, Reggaeton bei etwa 90–100. Das ergibt einen Beat pro Umdrehung: einen festen, unaufgeregten Puls.

Double-Time bei 90 U/min: Drum & Bass läuft mit etwa 165–180 BPM, Punk und Hardcore mit 160–200, schneller Rock reicht bis in die 170er. Das legt einen Beat auf jeden Tritt.

So stellst du es in der App ein

Der Tempo-Regler in Tempomat lässt sich auch beim Radfahren nutzen. Stell ihn auf 90, dann sind damit 90 von dem gemeint, was du gerade zählst: Schritte, Tritte, was auch immer gleichmäßig taktet. Die Regel fürs Zuordnen ist in jedem Fall dieselbe.

Willst du nur Songs mit einem Beat pro Umdrehung, schalte Half- und Double-Time in den Einstellungen ab; die Warteschlange enthält dann nur exakte Treffer. Lässt du beides an, ist jeder Song mit „exakt“, „halb“ oder „doppelt“ gekennzeichnet und nach Übereinstimmung mit deiner Trittfrequenz sortiert, mit den besten Treffern zuerst, du siehst also, welchen Puls du bekommst. Songs wechseln auf einem Downbeat mit einer Überblendung von etwa fünf Sekunden; Warum beatgenaue Übergänge wichtig sind erklärt, was das für eine gleichmäßige Trittfrequenz bringt.

Kennst du das Tempo deiner eigenen Dateien nicht, misst die App es für dich; Die BPM deiner Musik offline bestimmen beschreibt die Analyse in zwei Stufen.

Aus dem, was du schon hast

Tempomat baut das alles aus den Songs, die schon auf deinem Handy liegen — analysiert auf dem Gerät, offline; nichts wird hochgeladen. Stell am Tempo-Regler deine Trittfrequenz ein, und die Warteschlange richtet sich danach.

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